Monate: Februar 2018

Sachlich und rechnerisch richtig

Für die einen ist es ein Prestigeobjekt, das unsere Stadt reicher, vollkommener und weltbedeutender macht. Für die anderen ist es ein Dorn im Auge. Das World Conference Center Bonn – WCCB. Auf jeden Fall ein Bauwerk, das polarisiert. Sollte es doch eigentlich nach dem Wegzug der Regierung im Sommer des Jahres 1999 der verlassenen und orientierungslosen Stadt eine Perspektive geben, wird es zum Millionengrab oder um mit dem Bonner Generalanzeiger zu sprechen zur „Millionenfalle“ und kann sich zweifelsfrei in die bekannten Großprojekte der Städte Berlin, Hamburg und Stuttgart einreihen. 300 Millionen Euro hat das Center bis zu seiner Eröffnung im Jahr 2015 verschlungen, das den Bonner Bürger, den Steuerzahler, eigentlich nichts kosten sollte. Seitdem gehen die Zahlungen täglich weiter: Tilgung und Zinsen. Laut Generalanzeiger zahlt jeder Bonner Bürger 965 € für den Bau am Rhein. Im Vergleich dazu zahlt jeder Hamburger für die neue Philharmonie 440 €. Dankenswerterweise nimmt sich das Theater Bonn unter der Leitung von Volker Lösch der Sache unter dem Titel „Bonnopoly – Das WCCB, die Stadt und ihr Ausverkauf“ an. Aufgeführt wird …