Der Sonne entgegen

von | Jun 3, 2013 | ohneumweg-unterwegs | 0 Kommentare

Donnerstag

Ein langes Wochenende steht bevor – das letzte für dieses Jahr und es ist für nahezu gesamt Deutschland Regen gemeldet. Nicht nur Regen, sondern auch heftige Unwetter. Nach dem Frühstück schauen wir uns ein erneut die Wetterkarte für die Eifel an. Eigentlich ist geplant, dass wir uns dort mit Jötte und Stefan treffen. Doch der Regen schreckt uns ab. Wir haben genug davon und ziehen den Radius größer. Schnell stellen wir fest, dass das Wetter in Noord-Holland besser ist. Am Markermeer finden wir in der Nähe von Hoorn den Campingplatz „Het Hof“ (www.campinghethof.nl). Ein Anruf genügt. Uns wird versprochen, dass sie immer einen Platz finden. Schnell packen wir unsere Sachen – vergessen dabei einiges nicht so wesentliches wie sich später herausstellt. Paddy bringen wir in seine Ferienwohnung. Der Cookie wir mit den Sachen bestückt, die wir nicht vergessen haben und dann geht es los – der Sonne entgegen.

Die Ankunft ist ein Abenteuer für sich: Wir fahren über einen Damm, der das Markermeer und Ijsselmeer trennt und Lelystad mit Enkhuizen verbindet.

Über einen Deich fahren wir mit malerischem Ausblick unserem Ziel entgegen. Die Straße ist sehr eng und wenn uns ein Auto entgegen kommt, müssen wir ganz schön zirkeln. Plötzlich wird der Deich zur Baustelle. Der Belag wird erneuert, das kann man jetzt erkennen. Die Abfahrt, die wir nehmen sollen und wollen, ist gesperrt und kurze Zeit später der gesamte Weg. Rainer schafft es, die Sperren zu umfahren. Die Straße, die wir nehmen müssen, geht in  einem Winkel von sagen wir nahezu 180° ab. Das ist zu heftig, wenden ist auf dem schmalen Stück in meinen Augen unmöglich und die Strecke zum Rückwärtsfahren zu lang. So müssen wir einen Umweg nehmen, um endlich am Ziel anzukommen. Schließlich finden ein schönes Plätzchen auf dem ausgesuchten Campingplatz und richten uns ein.

Den Tag beenden wir mit einem schönen Rundgang über den Deich und durch den Ort Wijdenes. Pauli ist von den vielen Schafen und Kühen beeindruckt. Das Quaken der Frösche jedoch verunsichert ihn.

Die erste Nacht in unserem Hochbett direkt unter dem Dach ist im wahrsten Sinne des Wortes himmlisch. Wir schlafen sehr gut, weit weg von Platzangst und anderen Unwegbarkeiten. Alle, bis auf Pauli. Der kleine Mann steht mitten in der Nacht auf dem Küchenschrank und will auch ins Hochbett. Das treiben wir ihm schnell aus und lotsen ihn in seine Kiste, die er auch bereitwillig annimmt. Den Reißverschluss zu, die Nacht geht weiter.

Unser ausgesuchter Campingplatz entpuppt sich als sehr ruhig. Fast schon beängstigend für Städter. Man hört nur Vögel zwitschern, Frösche quaken, Kühe muhen und Esel schreien. Die Wiese für die Touristencamper ist vom Dauercampingplatz getrennt. Eine Überschneidung gibt es nur im Waschhaus, das mit zwei Duschen pro Geschlecht etwas klein ist. Dafür ist das Duschen – auch mit heißem Wasser – kostenneutral. Und wenn man spät genug aufsteht, braucht man auch nicht anstehen ;-) Vor dem Campingplatz ist eine Bushaltestelle, die von einem Kleinbus einmal stündlich angefahren wird (an Wochenenden ist aber schon relativ früh Schluss). Die Buslinie fährt die Dörfer rund um Wijdenes. Hunde sind wahrscheinlich kostenlos, zumindest mussten wir für Pauli nichts bezahlen. Morgens besteht die Möglichkeit, Brötchen zu bekommen – nach holländischem Rezept – und sonntags zusätzlich Croissants.

Freitag

Das erste Frühstück verbringen wir vor dem Wohnmobil, unter der Markise. Es ist schön sonnig. Sehr sonnig und Zeit für eine Portion Sonnencreme. Nach diesem ersten Sonnenbad machen wir uns auf den Weg nach Hoorn. Es geht auf dem Deich entlang. Es ist ganz schön windig. Teilweise ist es schwer, die Kamera ruhig zu halten. Aber die Sonne scheint und das ist die Hauptsache und der Zweck unseres Besuchs!

Der Hafen von Hoorn ist so, wie man ihn von niederländischen Ijsselmeerhäfen kennt: schön! Wir gehen an kleineren und größeren Yachten vorbei und sehen auch einige Plattbodenschiffe.

Mit dem Bus fahren wir zurück an den Campingplatz. Pauli braucht nicht zu bezahlen und er ist froh, unter dem Sitz ruhen zu können. Wieder im Wohnmobil angekommen, schläft er schnell ein.

Samstag

Die Sonne braucht heute recht lange, um hinter der Wolkendecke hervor zu kommen. Dennoch machen wir uns auf den Weg in eine der nächsten Ortschaften. Unterwegs beindrucken uns die extrem ordentlichen Gärten.

Unser Ziel beeindruckt uns nicht richtig und so nehmen wir schnell den Bus wieder in Richtung Cookie. Gegen Abend kommt die Sonne noch einmal heraus und wir begeben uns noch einmal zu einer kleinen Runde auf den Deich.

Sonntag

Heimfahrt…. :-( Ein schönes erholsames Wochenende. Es hat sich gelohnt! Auch der Kauf des Cookies war eine sehr gute Entscheidung. Wirklich sehr gut!

Die Hochwassermeldungen in vielen Teilen unseres Landes und den Nachbarländern machen uns betroffen.

©KS2013

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