Do it yourself - DIY
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DIY – Ins neue Jahr gekäst…

… oder: Pflegestelle für Bergkäse gesucht!

Die Zeiten, in denen wir Silvester hoch hängen und unbedingt eine große Party brauchen, sind vorbei (was aber nicht heißen soll, dass wir bis zu unserem Lebensende über Silvester käsen werden/wollen). Vor allem auch deswegen, weil wir unser Leben seit geraumer Zeit mit Pauli teilen. Ihm ist die Knallerei zwar völlig egal, aber wir wollen ihn nicht alleine lassen, damit das auch so bleibt. Für den letzten Jahreswechsel haben wir uns neben gutem Essen etwas ganz besonderes vorgenommen. Da Bleigießen ja von der EU wegen gesundheitlichen Schäden nicht mehr erlaubt ist, haben wir, um uns schon einmal daran zu gewöhnen, schon bei unserer vergangenen Silvesteraktivität darauf verzichtet.

Von der Firma Käse Selber aus dem Allgäu haben wir uns das sogenannten Starterset für Feta und zusätzlich noch eine Kultur für Bergkäse gekauft. Das Starterset enthält alles, was man für den ersten eigenen Käse braucht: eine Käseform mit Pressdeckel, ein Thermometer, eine Käseabtropfmatte, ein Käsetuch, die Käsekultur, Labextrakt, Calciumchlorid und eine genaue Anleitung mit sämtlichen Rezepten, die man aber genauso auch im Internet findet. Milch ist nicht dabei, die  kann man aber in jedem herkömmlichen Supermarkt erstehen.

Ich verzichte hier darauf, die einzelnen Schritte genau zu erklären, das ist von der Firma viel besser und sehr gut gemacht worden. Auf ein oder zwei Dinge, die uns beim Käsen über den Jahreswechsel aufgefallen sind, möchte ich hier eingehen.

  • Die Milch erreicht ziemlich schnell die gewünschte Temperatur. Das haben wir so nicht erwartet und erstmal das Thermometer für kaputt erklärt. Als unser Weinthermometer die gleichen Werte anzeigt, geben wir uns geschlagen und erkennen, dass die Milch schon mit der Käsekultur intus etwa vier Grad zu heiß geworden ist. Dennoch machen wir weiter und hoffen einfach, dass es noch funktioniert und warten auf Abkühlung…
  • Leider haben wir auch nicht daran gedacht, die Milch mit ihren Zutaten während des Stockens warm zu halten. Das muss das nächste Mal unbedingt besser werden. Wahrscheinlich waren wir so mit dem Abkühlen beschäftigt, dass das Warmhalten dann völlig untergegangen ist.
  • Wir haben mit dem Käsen um 22.18 Uhr begonnen – natürlich hat Rainer auf die Uhr geschaut. Gegen zwei Uhr morgens haben wir den letzten Arbeitsschritt getan, bevor der Käse in seiner Form einfach weiter vor sich hin tropfen konnte. Das ist natürlich für einen normalen Arbeitstag viel zu spät bzw. früh. Die Startzeit müssen wir beim nächsten Mal unbedingt anpassen.

Nach dem Salzen haben wir das gute Stück Feta einen Tag später in ein Kräuteröl eingelegt. Diese Kräutermischung kann man auch kaufen, habe das aber leider vergessen. Daher habe ich selbst ein paar Kräuter gemischt und diese mit frischem Knoblauch zum Käse gegeben. Einen anderen Teil gab es sofort zum Abendessen. Was soll ich sagen? #vielbesseralsperfekt

Jetzt steht der Bergkäse auf dem Programm. Der braucht allerdings intensive Pflege über mehrere Monate. Mal sehen, wie das in unsere Urlaubsplanung passt. Vielleicht suchen wir eine Pflegestelle für ihn. Vielleicht findet sich ja jemand unter euch, der sich unserem Käse annimmt…

©KS2018

Uns entstehen durch die Erwähnung der Firma Käse Selber keine Vorteile. Wir arbeiten nicht mit ihnen zusammen. Dieser  Artikel gibt lediglich unsere persönliche Meinung wider. 

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