Eine letzte Chance…

von | Jan 18, 2015 | ohneumweg-unterwegs | 0 Kommentare

Ein Wochenende steht bevor und wir haben nichts geplant. Müssen nicht zwingend einkaufen gehen, keine weiteren Termine, … nur Zeit für uns. Einzige Ausnahme: es ziehen einige Möbel bei uns ein und die werden gegen Mittag geliefert. Aber das wars und dauert nicht ewig. Gegen zwei Uhr fällt uns auf, dass das Wetter richtig schön ist und wir entscheiden uns, eine kleine Wanderung zu machen. Noch einmal wollen wir einem Wanderführer eine Chance geben. Nein, eigentlich will ich nur eine Karte holen. Die Gelegenheit für dieses Genre kommt, als mir das Buch „Wanderparadies Ahrsteig“ von Olaf Goebel in die Hände fällt. Richtig, das hatte Rainer von zwei Kollegen zu seinem Jubiläum bekommen. 25 Jahre Kaufhof. Das spricht für Ausdauer und Treue! Nun gut, das Buch enthält genau die Gegend, auf die wir uns schon geeinigt haben und wenige Minuten später sitzen wir mit Pauli im Auto. Unser Ziel ist die Ortschaft Kreuzberg (Altenahr). Wir stellen unser Auto auf einem der vorgeschlagenen Parkplätze ab und laufen los. Der Beginn der Strecke ist mal wieder sehr matschig. Teilsweise sind die Wege kleine oder größere Bäche, aber was kann man bei den Temperaturen anderes erwarten? So halten wir uns zu Beginn der Tour hauptsächlich an den Wegrändern und auf Grasnarben auf.

Wir folgen einem Runderwanderweg durch das Sahrbachtal, der später in den Gottfried-Kinkel-Weg übergeht. Schon zu Beginn ist uns klar, dass wir nicht die ganze Runde laufen können. Hier wird uns die einsetzende Dunkelheit einen Strich durch die Rechnung machen. Der Weg ist mit 18 Kilometern und fünfeinhalb Stunden Gehzeit angegeben. An der Stelle x müssen wir die vorgeschlagene Route verlassen und eine der genannten Abkürzungen nehmen. Die Abkürzung führt uns  durch die Orte Winnen, Häselingen und Krälingen. Letzteren aber nur, weil wir einen Mann treffen, der uns wegen der einsetzenden Dunkelheit den Tipp für einen kürzeren Weg gibt. Teilweise gehen wir den mit ihm gemeinsam. Nach Kreuzberg zurück laufen wir teilweise auf einer nahezu nicht befahrenen Kreisstraße und auch wieder Strecken durch den Wald. Besonders der letzte Teil hat es in sich. Es wird kalt. Pfützen am Wegesrand beginnen sich mit einer dünnen Eisschicht zu überziehen. Meiner Meinung nach haben wir den eigentlichen Weg verloren. Nur auf einem Pfad geht es sehr steil bergab. Die Dämmerung trägt ihren Teil dazu bei, dass wir uns nicht mehr richtig sicher fühlen. Rainer führt uns mit seiner Offlinekarte, der ich aber nicht mehr folgen möchte, als wir auf einem Felsvorsprung stehen, von dem es gefühlt nur noch mit Seilen in die Tiefe geht. Wir gehen ein Stück zurück und gehen querfeldein einen Hang hinunter auf einen parallelen etwas sichereren Weg. Nach etwa dreieinhalb Stunden sind wir wohlbehalten wieder bei unserem Auto.

Eine sehr schöne Tour, die wir im Frühjahr – wenn die Tage ein bisschen länger sind und die Temperaturen etwas höher liegen – noch einmal wiederholen werden. Und das besonders deswegen, weil der Weg dirket an einem Campingplatz vorbeiführt ;) Unser Glauben an Wanderführer ist wieder hergestellt. Vielen Dank für das tolle Buch, Franky und Gaby!

©KS2015

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