Kiki schreibt, mit 40..., ohneumweg-unterwegs
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Mein Cuxhaven: Back to the Kindheit

Die Urlaubsplanung ist bei uns mal wieder – wie in jedem Jahr – recht kurzfristig. Und da wir jetzt ja auch einen kleinen Hund haben, sollten wir unser Urlaubsziel schon entsprechend aussuchen. Außerdem sind wir unsicher, ob wir mit Pauli nach zwei Wochen schon in den Urlaub fahren können. Später geht nicht, weil Rainer keinen Urlaub mehr hat :-(. Der Satz unserer Züchterin beruhigt uns: „Sie bekommen einen Terrier, geben Sie ihm zwei bis drei Tage sich an Sie zu gewöhnen und fahren Sie dann in den Urlaub.“ Nun, wir gaben ihm fahst zwei Wochen.

Ich erinnere mich an einen Teil meiner Kindheit in Cuxhaven, den dortigen Wernerwald und den Hundestrand, von dem Mama früher immer sagte, dass wir da besser nicht hingehen, weil da so viele Hunde sind. Nun, das soll nun genau unser Ziel werden. Der Sommer 2012 führt uns an den Hundestrand nach Cuxhaven Sahlenburg. Ein sehr schöner Campingplatz (www.achtern-huus.de) ist schnell gefunden und reserviert.

Der Campingplatz Achtern Huus liegt in Cuxhaven-Sahlenburg. Nicht direkt am Strand. Dieser ist aber mit dem Rad (und mit dem Auto sowieso) entweder durch einen Teil des Wernerwalds, über Felder oder über die Straße bequem und relativ schnell zu erreichen. Wir haben uns bewusst für diese Lage entschieden, weil wir Urlaub machen wollten und kein Interesse hatten an dem Stress und der Hektik am Strand. Die Parzellen sind schön groß und durch Hecken voneinander getrennt. Die sanitären Anlagen sind ausreichend vorhanden und immer sauber. Duschmarken haben uns erst abgeschreckt und verstimmt. Nach dem ersten Duschen stellten wir aber fest, was man in fünf Minuten alles schaffen kann. Das ist ne ganze Menge! Die Campingplatzleitung bietet einen Brötchenservice und ist sehr darauf bedacht, dass es auf dem Platz ruhig ist. Die Touristenstellplätze für Wohnwagen (auch Wohnmobile dürfen hier stehen ;)) sind in einem Kreis um einen Zeltplatz angeordnet, auf dem hauptsächlich Jugendliche und junge Erwachsene campen haben. Diese wurden hin und wieder zu Ordnung und Ruhe ermahnt, was uns sehr entgegen kam. Und nicht zuletzt: Hunde sind hier sehr willkommen! Wir mussten für Pauli nicht einen Cent bezahlen!

Eine Reise in die Kindheit mit anderen Vorzeichen: wir fahren an unserem ehemaligen Haus vorbei und ich erkenne mein Kinderzimmer, das zur Straße raus geht mit dem kleinen Balkon davor, die Schlachterkette, bei der wir früher unsere Wurst und so gekauft haben, gibt es immer noch, ich erkenne die Apotheke in Altenwalde wieder, bei wir immer kleine Spieltierchen bekommen haben, wenn wir eines der unzähligen Medikamente gekauft haben. Unsere alte Gemeinde steht noch und hat auch noch die beiden Worte „Jesus lebt“ auf der Fassade stehen. Das Krankenhaus, indem mit meine Mandeln herausgenommen wurden, ist immer noch schräg gegenüber. Was ich nicht mehr einwandfrei lokalisieren kann, ist der Ponyhof in Holte Spangen. Hier habe ich meine ersten Kontakte zu Pferden geschlossen. Schnell kam der Wunsch nach einem eigenen Pferd auf. Unser Garten war ja groß genug und dann war da noch der ehemalige Schweinestall. Für ein kleines Pferd würde der sicherlich ausreichen. Aber Experte Papa hat meinen Traum zunichte gemacht. Der Stall ist viel zu klein. Ich glaubte diese einzige Begründung. Bin als Tochter eines Soldaten halt gewohnt, zu gehorchen. Ein Besuch bei den Eltern meiner Grundschulfreundin rundet die Reise in die Vergangenheit ab.

Es ist aber erstaunlich, wie ich mich an viele Straßenführungen erinnern kann – und das nach geneu 30 Jahren! Dieser Teil meiner Kindheit muss doch schon sehr prägend gewesen sein. Sehr genial ist auch, dass wir die scheinbar einzige Ferienwoche mit komplett schönem Wetter erwischt haben. So, können wir nach Herzenlust unseren Wohnwagen, den Strand und die Stadt genießen.

Es wäre ja nicht auszudenken, wenn Rainer und ich mit dem quirligen Pauli den Wohnwagen wegen Regen nicht verlassen könnten.

Abends gab es Besuch von Stefan. An den Jacken (und wäre das Bild später aufgenommen worden auch an den langen Hosen) kann man ganz gut erkennen, dass wir uns an der Nordsee befinden und nicht am Mittelmeer. es wurde halt dich recht schnell kühl. Aber das störte uns nicht. Vorteil: Der vom Tag aufgeheizte Wohnwagen kühlte so auch ein bisschen ab.

Die Rückfahrt sah dann teilweise so aus – hier bei Remscheid:

© 2012 KS

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