Plötzlich Ferien

von | Aug 14, 2014 | ohneumweg-unterwegs | 0 Kommentare

6. Juli 

Am Ende geht alles immer ganz schnell. Vom letzten langen Wochenende bis zum Ferienbeginn waren es gefühlt nur Minuten. Letzter Schultag der Klassen 10, Abschlusskonferenz, Abschlussfahrt nach Berlin, Abschlussfeier, normale Zeugniskonferenz, Verabschiedung von der Schule, … da kann einem schon schwindelig werden. Und nebenbei noch Reisevorbereitungen für den Sommerurlaub? Das ist definitiv zu viel! Nebenbei läuft ja auch noch die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien und mit jedem weiteren Spiel steigt die Anspannung auf den Titel. Werden sie es diesmal schaffen?

Das ist noch nicht ganz klar, aber wir schaffen es kurz nach dem Start in die Ferien unseren Cookie zu packen und gen Westen zu fahren. Unser Ziel ist die Bretagne, weil uns da das Wetter am meisten entspricht, so sagen Jötte zumindest. Nicht zu heiß, nicht zu viel Sonne. Und ganz nebenbei ist die Bretagne ja auch noch wunderschön. Das haben wir ja schon im April vor zwei Jahren feststellen dürfen. Unsere erste Nacht verbringen wir dort, wo die schon erwähnte Reise endete, auf dem Municipal in Pont de l’Arche. Dass das Örtchen klein und dort wenig los ist, wissen wir. Überrascht sind wir aber dennoch darüber, dass an einem Sonntagabend alle Bürgersteige hochgeklappt sind. Wie ausgestorben. Zu allem Unglück beginnt es auch noch zu regnen und so verkriechen wir uns ziemlich schnell in unseren Cookie.

7. Juli 

Unseren ersten Halt in der Bretagne erreichen wir gegen Abend am nächsten Tag. Kurz vor Erquy finden wir einen Campingplatz (Camping Municipale Cap du Fréhel) direkt am Meer. Gigantisch.

Nach dem Einrichten – inzwischen geht das richtig schnell – machen wir einen kleinen Abstecher ans Meer. Pauli hat mächtig Spaß. Erst später sehen wir, dass der Strand für Hunde in der Zeit noch verboten war. Wie übrigens sehr viele Strände. Leider. Wenn man Badeurlaub mit Hund machen möchte, ist die Bretagne nicht zu empfehlen, zumindest nicht die Orte, an denen wir uns aufhalten. Egal. Paulis Spaß und Lebensfreude steckt uns an und die Entspannung kann beginnen.

Die Zeit verbringen wir vielseitig – relativ zumindest: Wandern und Fußball. Wunderschöner Sonnenschein begleitet uns dabei. Und das entgegen aller Voraussagen. Unsere erste Tour per pedes geht über das Cap du Fréhel zum Fort Latte und nach Erquy. Keine kurzen Strecken, aber dafür umso schöner. Kleine Trampelpfade oberhalb der Steilküste sind unser Weg. Die Aussicht ist wunderschön. Jede neue Wegbiegung zeigt uns andere imposante Naturschauspiele.

10. Juli 

Jetzt wird es immer bretonischer. Wir fahren nach Plougrescant. Den Campingplatz Camping Municipale Beg Ar Vilin – direkt am Wasser – können wir erst gegen Abend befahren. Dafür können wir uns hier an den Muschbänken ergötzen, die wir noch nie zuvor gesehen haben. Sehr interessant. Die Muschelfischer fahren mit Traktoren ins Watt, um ihre Arbeit zu tun.

Von diesem Ort aus machen wir eine Wanderung, die einer der Höhepunkte unserer Reise ist, denn wir wandern zum „Maison du Littoral“. Ob die Autos absichtlich vor dem Haus standen, konnten wir nur vermuten. Die ganzen Touristen sollen nicht die Möglichkeit haben, Postkartenmotive zu fotografieren…

12. Juli 

Unsere Abfahrt nach Pleumeur-Bodu (Landrellec) an der Côtes de granit rose verzögert sich durch eine kleine Panne an unserem Auspuff. Es ist Samstag. Gegen Mittag verlassen wir den Campingplatz und der Cookie macht erstaunliche Geräusche. Auf einem Parkplatz an einem Super U in Tréguier stellen wir fest, dass unser Auspuff fast vom Wagen fällt. Mithilfe eines Abschleppdienstes, der uns aber wegen seiner geringen Größe nur lotsen kann, finden wir eine Werkstatt, die uns den Auspuff an einem Samstagnachmittag schweißt! Genial!

Auf dem  Camping Municipale de Landrellec bekommen wir einen der letzten Stellplätze. Das WM-Finale rückt immer näher. Auf unserem Campingplatz wird es nicht gezeigt. Aber generell ist die Stimmung auf deutscher Seite. Die Zeit bis dahin nutzen wir, um uns die Gegen ein bisschen anzusehen. Wieder per pedes ;)

Am Tag des Finales lädt Rainer uns zu unseren Campingplatznachbarn ein. Imrepssionen in Schriftform sind hier zu lesen.

15. Juli 2014

Die letzte Station in der Bretagne ist in Erquy der Campingplatz Les Roches. Wichtig ist hier zu erwähnen, dass Hunde nur zahlen, wenn sie auffallen. Für Pauli mussten wir nichts zahlen :) Auch mal schön.

Von hier aus machen wir Wanderungen zum Cap d’Erquy, nach Val-André und eine Halbnachtwanderung Richtung Val André begonnen bei Sonnenschein hinein in ein Gewitter. Patschnass… Mein kühner Plan war, dort ein Bierchen zu trinken, aber daraus wird nichts, weil ich die Entfernung absolut überschätzt habe :)

19.Juli 

Heute geht es wieder Richtung Heimat. Über die Pont du Normandie geht es auf einen ganz tollen Stellplatz St. Claire in Neufchâtel-en-Bray. Abends wollen wir essen gehen. Dabei haben wir Drukc von zwei Seiten :( Einmal droht ein heftiges Gewitter und dann lassen uns viele Restaurants wegen Pauli nicht hinein. „Pas de chien!“ Zum guten Schluss finden wir aber noch eine kleine Brasserie, die uns verköstigt.Leider habe ich den Namen vergessen. Sie ist gegenüber der Kirche am Marktpatz und hat einen Wassernapf für Hunde draußen stehen.

©KS2014

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  1. Auf nach… | ohneumweg … denn der Weg ist das Ziel - […] einmal kurz zur Erinnerung: 2013 in Österreich: Ladegerät durchgebrannt, 2014 in der Bretagne: Auspuff angerissen, 2015 auf dem Weg…
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