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Sommerimpressionen aus dem südlichen Ostfriesland …..

Was gibt es Schöneres, als nach einem anstrengenden Schul-, Arbeits-, Hochzeitsjahr, Umzug und allem anderen eine Woche im Sommer in Ostfriesland zu verbringen?

Da fällt einem wohl kaum noch was ein! Uns auch nicht und deswegen beschließen wir, eine Woche in Ostfrieslands Sommer zu entspannen. So fahren wir Anfang Juli bepackt mit Fahrrädern los und beschließen, dass wireinfach nur entspannen;) Und das soll auch sehrgut gelingen! Die Wettervorhersagen für die nächsten Tage sind besser. Endlich

kommt der Sommer! Die Wohnung ist so, dass wir nach dem Urlaub nicht mehr zu viel machen müssen und sogar schon Besuch empfangen könnten. Also haben wir uns den Urlaub wirklich verdient;) Unsere Ferienwohnung haben wir übers Internet gesucht und auch gefunden – wie so manch anderes im Leben… Sie gefällt uns sehr gut und wir freuen uns auf die nächsten Tage. In Jemgum angekommen regnet es erstmal noch. Trotzdem sind wir sehr begeistert von der umgebauten Scheune und dem Blick in den Garten. Sehr schön angelegt. In einer Ecke befindet sich ein kleiner Hühnerstall mit einem

Hahn, der es aber nicht ganz verstanden hat, in der Frühe zu krähen. Und die Ruhe….. Kaum zu glauben.
Essen gibt es heute Abend in Leer in einem ostfriesischen Gasthof. Weiter lasse ich mich nicht dazu aus. Nur so viel vielleicht: hat geschmeckt, aber es wären sehr viele Verteiler nötig gewesen:) Beim Bummeln durch Leers Füßgängerzone bekomme ich wieder die Idee, dass ich mir jetzt endlich ein schönes Teeservice kaufen könnte. Immerhin ist schon seit Langeoog der Plan….

Am nächsten Tag fahren wir erst mal nach Leer. Ich brauche neue Schuhe – dringend, weil meine wasserdurchlässig sind (von der atmungsaktiven Sohle her – Kenner wissen jetzt um welche Art Schuhe es sich handelt…). Nicht nur wenn ich durch knietiefe Pfützen gehe, sondern einfach nur, wenn ich über nasse Straßen gehe. Aber in Leer ist da nichts zu holen. Schade. Sehr schade. Das heißt noch ein bisschen länger nasse Füße und Socken… Dafür schlendern wir über einen Töpfermarkt und sehen SEHR viele schöne Dinge, kaufen aber nicht die Masse ein. Nur eine Butterglocke oder so ähnlich kann man das nennen. Sehr schön und praktisch. Die Butter hängt auf dem Kopf in Wasser und wenn es nicht zu heiß wird, fällt sie auch nicht in dieses hinein;) Aber sonst wirklich gut! Das Design gefällt uns sehr gut und so können wir die, die wir schon haben getrost

verschenken. Einen Empfänger bzw. Empfängerin haben wir schnell gefunden;) Immerhin passt Mama – während wir unseren Urlaub genießen – auf unseren Sir Paddington auf. Es handelt sich bei der Kröte übrigens wirklich um “unseren” Sir, denn mein Mann hat das kleine Tier vor unserer Hochzeit völlig freiwillig adoptiert. Was kann man in dieser Jahreszeit anderes machen, als stricken, stricken oder stricken. Alles für die Produktion;) War wahrscheinlich ein sehr albernes Bild, wenn wir beide abends im Wohnzimmer gesessen haben, ein Bierchen vor der Nase oder wenn es noch etwas früher war ein

Tässchen Tee mit Rosinenbrot und Strickzeug in der Hand. A propos Bierchen: in einem sehr großen Getränkemarkt finden wir jede Menge Biersorten, die wir noch nicht kennen. Wir freuen uns, endlich mal Biere kennen zu lernen, die typisch norddeutsch sind. Was uns zu Hause stutzig macht, ist der Aufdruck “gebraut nach dem bayrischen Reinheitsgebot”… (und natürlich sind diese auch im Freistaat gebraut und abgefüllt…) Kein weiterer Kommentar!

Richtig schön sonnig und warm ist es an unserem zweiten vollen Tag in Ostfriesland und das nutzen wir gleich, um eine kleine Radtour zu machen. Nach einem späten Frühstück und einer langen Nacht starten wir so gegen halb elf. Es geht hinter dem Deich an der Ems entlang. Während der gesamten Fahrt begegnen uns Schafe, die mal friedlich auf dem Deich liegen oder aber den Radweg queren. Die Sonne brennt doch mehr, als wir dachten und so kaufen wir für Rainer in Ditzum in einem Tourishop eine Kappe, damit der Kopf nicht verbrennt. Dass ich auch verbrennen könnte, kommt uns nicht in den Sinn. Aber dafür werde ich es am Abend spüren und das nicht zu knapp. Aber wer kann das denn ahnen nach dem ganzen Regen. Ditzum scheint ein richtiges Touristenörtchen zu sein. Es ist Hafenfest mit Seemannsmännerchor und so…. Naja, das Fischbrötchen schmeckt prima, aber lange halten wir uns nicht auf.

© KS 2007


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