Zwischen Ostern und Sommer …

von | Jun 6, 2017 | ohneumweg-unterwegs | 1 Kommentar

… die berühmt-berüchtigten langen Wochenenden um Himmelfahrt und Pfingsten. Für uns ein Grund, unsere Sachen zu packen und uns in den Cookie zu schwingen. Besonders nachdem wir Anfang des Jahres einen kleinen Einlauf in punkto Cookienutzung bekommen haben und dann völlig unglücklich schon fast vor einem Verkauf standen (naja, zumindest ist in diesem Zusammenhang aufgefallen, dass unsere Fahrzeugpapiere nicht mehr in unserem Besitz sind – irgendwie weg… ).

 

Himmelfahrt in der Rureifel

Schon lange waren für Samstag und Sonntag Trailtage mit RheinScent in der Eifel ausgeschrieben. Diese wollen wir uns auf keinen Fall entgehen lassen und legen unsere Himmelfahrtsfahrt nach Gemünd. Dort gibt es einen passenden Wohnmobilhafen, der auch Reservierungen zulässt. Die ersten beiden Tage begleiten uns Jötte. Von Bonn aus fahren wir gemeinsam unmittelbar nach Rainers Feierabend los. Weil wir aber völlig orientierungslos noch eine Runde durch den schönen Stadtteil Duisdorf drehen, kommen wir nacheinander an. Wir nicht zuerst!

 

Der Wohnmobilhafen am Nationalpark Eifel ist einfach nur ewig lang. Dafür gibt es aber Platz für 40 Wohnmobile. Strom, Wasser, Toilette und Dusche können dazu gebucht werden. Die Mobile stehen zwischen dem Fahrweg und einer Wiese, die an den Stadtpark von Gemünd mündet. Wenn man also seine Stühle in die richtige Richtung ausrichtet, hat man einen durchaus idyllischen Blick. Der Platz ist sauber und die Besitzerin freundlich.

Den Donnerstag verbringen wir hauptsächlich auf unseren Füßen und erwandern uns ein Stück der Gegend. Es ist herrlich warm und die Sonne entfaltet ihre ganze Kraft. Die Tour startet und endet in Gemünd und nennt sich Brauhaustour. Man kann es prima einrichten, am Ende der Wanderung eine kleine Stärkung in flüssiger Form im Brauhaus sich zu nehmen. Oder von gegenüber ein Stück Kuchen kaufen. Und weil man schon auf dem Hinweg an eben diesem vorbei kommt, weiß man so ziemlich genau, worauf man sich freuen kann – zumindest als Freund des Bieres.

Nach einem ausgiebigen Frühstück setzen wir uns auf unsere Räder und Pauli (zunächst) in den Hänger. Unser Ziel ist der Rursee. Unser Weg schlängelt sich entlang der Urft. Zwischendurch sehen wir die Festung Vogelsang, die wir in sicherer Entfernung teilweise umrunden. In Rurberg legen wir eine kleine Pause ein und nehmen im Anschluss den gleichen Weg zurück.

Samstag und Sonntag geht es für uns zum Trailen. Jötte fahren schon nach Hause. Wegen des Wetters beschränken wir uns auf kurze Trails, lassen die Autos offen und parken selbstverständlich im Schatten. Den Samstagvormittag verbringen wir in Nideggen, einem sehr schönen Örtchen. Die Hunde leisten hervorragende Arbeit – trotz der fortgeschrittenen Temperaturen. Chapeau!

Pauli trailt in Blau-Rot zu Ehren seiner Heimatstadt.

Den Nachmittag verbringen wir direkt an der Ruhr in Heimbach.

Am Sonntag geht es dann nach Mechernich. Zur Beschreibung der Stadt fehlen mir die Worte. Die Sonne brennt heute nicht so stark vom Himmel, dafür braut sich etwas zusammen. Wie ich später in den Nachrichten mitbekomme, sind wir vor einem Unwetter verschont geblieben, weil wir früher weg waren. Die Hunde laufen wieder erstklassig!

Fast wie Urlaub dieses Wochenende! Und nur fünf Tage bis zum nächsten ;)

 

Pfingsten in Brüggen

Das Ziel zu Pfingsten gestaltet sich schon etwas schwieriger. Da sind wir zu spontan. Eigentlich sollte es Koblenz werden, aber ein Anruf bei dem zugehörigen Stellplatz in Lahnstein verspricht uns keine Chancen, wenn wir erst gegen 20 Uhr dort aufschlagen. Alternativen… Am Donnerstag machen wir dann einen kleinen Stellplatz in Brüggen fest. Der Ort liegt an der niederländischen Grenze, nicht weit von Roermond. Wir haben kaum Erwartungen, nehmen unsere Räder mit und hoffen, sie nutzen zu können. Das ist das Schöne, man kann nicht enttäuscht werden. Mehr noch, wir werden außerordentlich positiv überrascht.

Der kleine Stellplatz am Brachter Wald liegt außerhalb des Ortes. Die Besitzerin ist sehr nett. Es gibt einen Brötchenservice, Duschen, Toiletten, Strom und die normale Ver- und Entsorgung. 14 Wohnmobile können hier untergebracht werden. Der Platz ist nur über eine Schranke zu befahren und liegt hinter einer dichten Hecke – abgeschirmt von der Straße und neugierigen Blicken. Einziger Mangel: der Internetempfang mit O2 ist grenzwertig.

Viel machen wir an diesem Abend im grenznahen Nichts nicht mehr. Noch eine kleine Runde mit Pauli und das wars.

Am nächsten Morgen werden wir von herrlichem Sonnenschein geweckt. Nach einem gemütlichen Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Brüggen, um noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Rund um die Brüggener Burg ist ein Fest mit vielen Fress- und einigen Verkaufsständen. Zudem eine übersichtliche Menge an Fahrgeschäften. Ich decke mich an einem Stand mit neuen Ohrsteckern und an einem anderen Stand mit schwedischen Clogs ein. Einen Rewe finden wir auch noch und so ist auch die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme gesichert ;)

Am Nachmittag machen wir noch eine kleine Radtour, die uns erst richtig zeigt, wo wir uns  eigentlich befinden. Quasi direkt im Anschluss an den Stellplatz befindet sich ein riesiges Naturschutzgebiet, das einst als Munitionslager gedient hat. Beim Durchqueren des Geländes fühle ich mich sofort in die militärische Grundausbildung in meiner frühen Kindheit zurück versetzt. Ich sehe mich im Leo II in Cuxhaven durch das Gelände fahren. Mein Vater und mein ein Jahr jüngerer Bruder neben mir. Ich auf dem Schoß eines Kameraden von Papa, weil ich die Ältere bin. Papa gibt Anweisungen, wie wir uns zu verhalten haben. Es ist streng verboten, die Hand in den Lauf für die Kanone zu stecken. Als großes Schwester fühle ich mich dafür verantwortlich, dass mein  Bruder dies auch nicht tut und passe gut auf.

Wir fahren bis zur niederländischen Grenze, stellen fest, dass wir dort exzellenten Internetempfang haben und nehmenn einen anderen Weg wieder zurück.

Eine weitere Radtour machen wir am Sonntag. Gemütlich fahren wir verschiedene Knotenpunkte ab und bringen so etwa 36 Kilometer hinter uns. Pauli fährt im Gegensatz zu der Tour davor die ganze Zeit mit Hänger, weil er am Abend ein bisschen gehumpelt hat.  Von Brüggen fahren wir über Reuwer, ein Stück die Maas entlang, über Beesel nach Swalmen und wieder zurück nach Brüggen. Gegen Mittag werden wir von einem Schauer überrascht. Wir befinden uns glücklicherweise gerade in dem kleinen Örtchen Swalmen und können hier zu Mittag einkehren.

Obwohl der kleine Mann nur im Hänger saß, war er todmüde. Die Verantwortung ist für ihn dann wohl doch zu groß ;)

Den Montagmorgen verbringen wir noch einmal in Brüggen, essen ein Eis und genießen die Livemusik einer holländischen Musikkapelle (Noggus), die sich gegenüber der Eisdiele aufbaut. Wieder einmal habe ich unserem Pauli zu wenig zugetraut. Die Musik hat ihn nicht sichtbar beeindruckt. er blieb total cool und verspeiste unsere Eiswaffeln :-)

Gegen Mittag fahren wieder zurück nach Hause. Ein sehr schönes Wochenende, in überrascht schöner Umgebung. Danke!

©KS2017

1 Kommentar

  1. köstlich, wir haben gelacht über die Erinnerung an Cuxhaven und der vermeintlichen Grundausbildung.
    Die Eifel scheint schön zu sein; wir hatten sie, allerdings nur die Südeifel, mal per Rad erkundet.

    Viele Grüße an alle
    Mama und Papa

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