Meine erste Urlaubsreise

von | Jul 28, 2012 | Mein Hundeleben, ohneumweg-unterwegs | 2 Kommentare

Gischt kann man gar nicht fangen

Und plötzlich ist alles ganz anders. Paddy ist nicht mehr da :-( , wir gehen nicht mehr Gassi in die Nebenstraße und die Wohnung ist so klein geworden. Es gibt nur noch ein Zimmer und da ist alles drin: Esszimmer, Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer.

Schon sehr komisch alles. Und dann der Wind, der mir hier um die Ohren fegt. Was ist denn nur passiert? Wir haben eine längere Autotour hinter uns gebracht, ich habe die meiste Zeit geschlafen. Hin und wieder durfte ich auf großen Parkplätzen hin und her laufen, etwas essen oder trinken und dann musste ich wieder in meine Autobox – alleine im Kofferraum. Kiki und Rainer sind immer ein bisschen vorne weg gefahren. Ganz dicht auf unseren Fersen waren immer zwei Fahrräder – quer zur Fahrbahn!!! Und dann diese Einzimmerwohnung – die hat übrigens auch Räder, aber nur zweieinhalb, das eine wird immer hoch und runter gedreht. So jetzt löse ich auf: wir sind im Urlaub in Cuxhaven. Cuxhaven ist an der Nordsee und genau da ist es windig. Cuxhaven ist auch eine kleine Stadt, aber man kann große Hunde treffen und mit denen schön spielen. Kiki und Rainer unterhalten sich gut. Und ich bin süß. Egal, wo wir sind, die Menschen lachen, freuen sich, sind glücklich. Bin ich vielleicht ein Heiliger? Bin ich ein „Sankt Pauli“? Rainer ist dagegen, denn er mag den anderen Verein, den, der letzte Saison wieder nicht abgestiegen ist. So viel habe ich schon gelernt.

In Cuxhaven gibt es eine kleine Mauer, dahinter ist Wasser. An manchen Stellen ist die Mauer durchbrochen und man kann hindurch. Man kommt dann ins Wasser. Das Wasser ist teilweise weiß und es ist salzig. Und völlig unvermittelt ist das Wasser über einem drüber und man ist ganz nass. Ich glaube, so nass war ich in meinem ganzen Leben noch nicht… Richtig lustig fand ich das nicht. Das weiße Wasser heißt Gischt und ich kann das wirklich nicht fangen. Die Gischt ist immer wieder weg und dann wieder da. Völlig unberechenbar.

Das und alles andere in Cuxhaven hat  mich echt angestrengt, dass mein Rainer mich zum Auto tragen muss. Zwischendurch hatten die beiden  noch mal die Idee, dass ich ein Häufchen mache. Die träumen wohl!!! Ich habe mich einfach hingelegt und mit Gras gespielt. Dann wurde ich wieder getragen und habe dabei geschlafen – gut geschlafen.

Ich bin dran mit spülen

Es ist einige Zeit vergangen und es ist heiß hier in Cuxhaven und das macht mich müde. Ich muss viel trinken! Die Hitze fängt schon am Morgen an und weil unser Wohnwagen mit der Tür Richtung Osten geht, kann ich die Sonne auf der Stufe zu unserer Einraumwohnung genießen. So habe ich auch eine gute Sicht über alles was passiert. Nur, wenn meine Kiki raus will oder auch rein will, muss ich weg. Sie geht nicht um mich herum. Also stehe ich ganz brav auf. So bin ich eben!

Außerdem muss sich hier jeder am Haushalt beteiligen. So ist das in einer Einraumwohnung. Heute bin ich mit Spülen dran. Während Kiki und Rainer noch frühstücken, mache ich mich schon mal an die Arbeit. Das Geschirr steht noch von gestern da und in der Pfanne wurde Fleisch gebraten.

Per Bike!

Heute zweiter Versuch: es geht wieder aufs Fahrrad. Vorgestern haben wir das schon mal versucht, aber da hatte ich absolut keine Lust und das habe ich auch gezeigt. Außerdem bestand da noch die Möglichkeit, den Kopf durch den Deckel zu stecken und so zu tun, als würde man entwischen. Damit habe ich meine Kiki und meinen Rainer ganz schön auf Trab gehalten. Jetzt ist der Deckel modifiziert. Er ist mit orangefarbenen Schnüren geschmückt und die verhindern, dass man den Kopf nach draußen steckt.

Per Bike!

Heute zweiter Versuch: es geht wieder aufs Fahrrad. Vorgestern haben wir das schon mal versucht, aber da hatte ich absolut keine Lust und das habe ich auch gezeigt. Außerdem bestand da noch die Möglichkeit, den Kopf durch den Deckel zu stecken und so zu tun, als würde man entwischen. Damit habe ich meine Kiki und meinen Rainer ganz schön auf Trab gehalten. Jetzt ist der Deckel modifiziert. Er ist mit orangefarbenen Schnüren geschmückt und die verhindern, dass man den Kopf nach draußen steckt.

Dicke Berta

Wisst ihr, wer die „dicke Berta“ ist? Ich bis heute auch nicht. Konnte mir gar nichts darunter vorstellen. Ich weiß ja gar nicht, was „dick“ bedeuten soll und „Berta“??? Wahrscheinlich ein Name. „Dick“ habe ich mir sagen lassen, ist jemand, der nicht mehr durch die Tür passt, dem seine Hosen nicht mehr passen und jemand, der im Auto die ganze Rückbank einnimmt. Stellt sich nur noch die Frage, ob die „dicke Berta“ blond oder dunkelhaarig ist, nett und ein bisschen gemein. Weil es so warm war und der Weg eigentlich doch ganz schön weit, wurde ich zur „dicken Berta“ teilweise getragen. Beim Laufen habe ich ein Ameisennest aufgestöbert, das war ganz schön unangenehm. Plötzlich hatte ich ganz viele Tierchen auf meinem Fell. Grrrrr…. Danach durfte ich bei Kiki auf den Arm – auch weil ich schon zu lange gelaufen bin.

Und dann haben wir sie gesehen, die „dicke Berta“: sie hat selbst eine Tür, kann gar keine Hosen anziehen, weil sie keine Beine hat und in ein Auto passt sie auch nicht. Die „dicke Berta“ ist ein Leuchtturm. Wir haben unseren Ausflug nach Altenbruch gemacht…

Es war ein sehr schöner Urlaub mit ganz vielen neuen Eindrücken und Ideen meinerseits. Oft hatten wir abends Besuch von Stefan. Stefan und ich werden wohl bald mal Kollegen sein. Der ist nett, man muss nicht bellen oder so.

©Pauli2012

2 Kommentare

  1. Hallo Pauli,
    schön, dass dir die Woche an der Nordsee so gut gefallen hat. Es gab ja auch so viel Neues zu entdecken. Hunde, salziges Wasser, das Leben in der 1-Raum-Wohnung, …
    Und dann dieser Kerl, der abends immer so leckere Steaks und Würstchen auf den Grill gelegt hat…
    War leider nichts für dich, trotzdem sind wir gute Freunde geworden.
    Du hast mich nicht angebellt, nicht angeknurrt – nur ein wenig an mir rumgeknabbert und meine Kleidung getestet.
    Aber auch das war ok !
    Bald werden wir uns wiedersehen – kommst du mit nach Eitorf am Samstag? Ansonsten sind wir ja wirklich bald Kollegen !
    Bestell bitte Kiki und Rainer viele liebe Grüße von mir !!!
    der
    Stefan

    Antworten
    • Hallo Stefan,
      ja, wir werden uns am Samstag sehen und ich freue mich schon darauf! Die Grüße sind angekommen und werden erwidert, Grüße vom Pauli

      Antworten

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