Sommertrails im April

von | Apr 25, 2018 | Mein Hundeleben | 0 Kommentare

Wir befinden uns in der zweiten Aprilhälfte und seit Tagen verstehe ich schon die Welt nicht mehr. Wenn wir vor vier Wochen noch Temperaturen unter null vorweisen konnten und in der Eifel bei Temperaturen so auf Personensuche gegangen sind, können wir jetzt mit hochsommerlichen Temperaturen aufwarten. Und ausgerechnet in einer solchen Wetterperiode findet ein Mantrailingseminar statt.

Sommertrails im April sind aber überhaupt nicht mein Fall, das habe ich auch schon beim letzten Training bewiesen. Es ist einfach viel zu heiß für die Jahreszeit und man muss ja nicht alles gut finden. Meine Kiki wiederum findet das nicht gut, die verzweifelt an mir. Ich starte einfach nicht wie gewohnt und brauche ziemlich lange für meine Suchen. Die Motivation fehlt, denn der Boden ist viel zu heiß und die Luft zu warm. Unsere Autos sind auch schön sauber in Alu eingepackt, damit wir Hunde schön frisch bleiben. Passt. Gegen Ende des letzten Tages laufe ich so, dass ich als Lehreinheit für alle dienen kann. Voller Elan – nach einem holprigen Start – biege ich links in eine Straße ein, ohne nach rechts und geradeaus zu schauen. Für alle umliegenden Menschen sieht es so aus, dass der richtigen Spur sicher folge. Eine weitere Abzweigung schließe ich sicher aus und die nächste auch. Weil der Trail nur zwei Abzweigungen haben soll, sind sich alle sehr unsicher und drücken mich auf Biegen und Brechen noch einmal den ersten Abzweig hinein. Da ist aber nichts. Aber wenn da was sein soll, suche ich natürlich… Bis zur nächsten Kreuzung und bis zu der danach. Nichts. Auflösung: Die Spur ging geradeaus weiter. Man hätte mich zur ersten Kreuzung zurück bringen müssen. Auf die Idee kam aber niemand. Das haben die Menschen jetzt gelernt: traue dem Elan nicht zu hundert Prozent, wenn andere Richtungen nicht ausgeschlossen wurden.

Am letzten Tag zeige ich wieder etwas mehr von meiner eigentlichen Leistung. Meine Kiki und ich werden bei unserem ersten Trail von Katy begleitet, die meiner Kiki beratend zur Seite steht. Gemeinsam interpretieren sie meinen Lauf und so kommen wir zu dritt sicher ans Ziel. Bei meinem letzten Lauf des Tages zeige ich, wie schön ich Kreuzungen ausarbeiten kann. Kurz vor einem richtig starken Gewitterguss gebe ich in Köln rund um den Appellhofplatz eine sehr gute Leistung ab. Meine Kiki ist wieder glücklich!

©KS2018

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