Trailen im goldigen Herbst

von | Okt 19, 2017 | Mein Hundeleben, ohneumweg-unterwegs | 0 Kommentare

Ein anstrengendes Wochenende steht mir bevor. Jetzt weiß ich auch, warum ich bei den letzten Trainings so kurz gehalten wurde. Es gab immer nur einen Lauf, weil die Gefahr bestand, dass jeder nachfolgende Lauf nicht mehr besser sein würde und ich dann für das bevorstehende Seminar zu gefrustet bin.

Freitag

Wie jeden Seminar-Freitag treffen wir uns mit allen Hunden und deren Menschen in Bornheim zu einer ersten Standortbestimmung. Anschließend laufen alle Hunde einen Dreier: kurz – lang – kurz. An diesem Wochenende besonders und neu: Die extra eingeflogene Trainerin aus Österreich – Karina Kalks – rollt verletzungsbedingt hinterher bzw. wird hinterher gerollt. Das ist neu am Trail, geht aber sehr gut. Der Rolli stört mich kein bisschen. Ich mache meine Sache sehr gut und dabei ist der Trail gar nicht mal so leicht. Die drei Kreuzungen löse ich nahezu perfekt!

Samstag

Ich werde früher wach als meine Menschen. Zum Glück klingelt irgendwann der Wecker und dann stehen auch sie auf. Während mein Rainer mich bei meinem Kontrollgang durch mein Revier begleitet, kümmert sich meine Kiki um meine Bestätigung. Die Sonne scheint schon und wenn man den Wetterfröschen glauben darf, soll dies das goldigste Oktoberwochenende mit über 20°C in diesem Oktober werden.  Ein Hoch auf Hoch Tanja.

Zu Beginndes Tages treffen wir uns in Meckenheim. Irgendwie auch schon Routine. Aber dieses Mal erkunden wir das Gebiet von einer anderen Seite und das macht es spannend. Ich laufe zuerst einen normalen 3er. Wieder gut. Der nächst Lauf wird dann ein verspäteter Trail. Wieder bin ich gar nicht schlecht. es geht an einem großen Schulhof los und dann über eine Brücke. Hier lässt meine Kiki sich von einer Mutter mit ihren beiden Kindern aus dem Konzept bringen und drückst mich an dem eigentlichen Abgang vorbei. Erst im Zurückgehen kann ich einen Abgang finden, der mich die vermisste Person finden lässt. Über meine Dose freue ich mich wieder am meisten und finde auch direkt ein Versteck fürs sie.

Nach einer kleinen Pause für die Menschen und die Hunde trailen wir in Rheinbach weiter. Wieder an einer Schule. Hier laufe ich nach einer kleinen Motivationseinlage blind. Weder meine Kiki noch ich wissen die Richtung. Ich kann sie riechen, sie muss sich ganz auf mich verlassen und mich richtig lesen, damit ich den Weg finde.

Mit einer Motivation beenden wir den Trailtag und gehen zum gemütlichen Teil über. Mit fast allen menschlichen Teilnehmern treffen wir uns in einem griechischen Restaurant in Bonn. Außer mir ist auch noch ein anderer Hund anwesend, auch ein Rüde in voller männlicher Pracht. Wir liegen gemeinsam unter dem Tisch, an dem unsere Menschen essen und halten das sehr gut aus. Lediglich beim Verabschieden vor dem Restaurant kann ich meine Klappe nicht halten und muss ihm kurz einen verpassen. Nicht gut. Habe Ärger bekommen und dann direkt aufgehört.

Sonntag

Heute bin ich müde. Wir fahren nach Köln und ertrailen wieder den Appellhofplatz direkt am WDR. Es soll wieder richtig warm werden, obwohl der Morgen noch ganz schön kalt ist.

Meine Kiki darf sich aussuchen, was ich als erstes laufen soll. Der Trail soll ausführlich besprochen werden. Sie kennt mich und ich laufe einen verspäteten Trail. Ein kleines bisschen Motivation. Der Start meines ersten Laufs ist nicht so der Burner. Es gibt noch viele andere Dinge am Weg zu erledigen. Ich brauche etwas länger, bis ich in die Puschen komme. Erst nach dem Mittag laufe ich einen normalen 3er viel besser. Und dann ist nach einer Motivation auch  schon Schluss mit dem Seminar.

Es war sehr schön! Ich konnte viel lernen und meine Kiki noch viel mehr! Vielen Dank an Karina Kalks für die Kritik der Trails und wertvollen Tipps. Und ebenso viel Dank geht an Antje Duck für die super Organisation!

Eine Bemerkung möchte ich noch weitergeben: Den Menschen ist aufgefallen, dass unsere Städte nicht rollstuhlfreundlich sind und das ist noch freundlich ausgedrückt.

©Pauli2017

0 Kommentare

Trackbacks/Pingbacks

  1. Ein fröhliches Jahr 2018 | ohneumweg - […] Oktober: In Katalonien findet ein Unabhängigkeitsreferendum statt, bei dem fast 1000 Menschen durch Polizeigewalt verletzt werden. Pauli nimmt zum…

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ohneumweg verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen